Talk & Connect - International Dance Dialogue #2: Rethinking Touring — Why are we still touring under difficult conditions?
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7. Mai
14:30 – 16:00 - Online
- Internationale Gebärdensprache Untertitel
- Dauer: 90min
Gäste: Chiara Bersani (Künstlerin), Margherita Petti (Perform Europe/IETM) Matthew Covey (Tamizdat)
Moderation: Prasanna Oommen
In englischer Lautsprache. Mit Internationaler Gebärdensprache. Untertitel in Zoom möglich
Veranstaltungsablauf:
- Kurzer Impulsvortrag
- Podiumsdiskussion
- Breakout Sessions mit Gäst:innen und dem Tanzmeeting-Team
Internationales Touring ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil des Tanzökosystems. Sie ermöglichen es Künstler:innen und Ensembles, ihre Arbeiten einem vielfältigen Publikum zu präsentieren, internationale Netzwerke aufzubauen und über ihren lokalen Kontext hinaus Sichtbarkeit zu erlangen. Doch Tourneen werden immer komplexer. Steigende Reise- und Produktionskosten, Umweltbelange, wachsende administrative Hürden und sinkende Fördermittel stellen bestehende Modelle der künstlerischen Mobilität vor Herausforderungen. Gleichzeitig haben sich die Erwartungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Fürsorge verschärft – was zu Spannungen zwischen dem Wunsch nach internationalem Austausch und den Realitäten verantwortungsvoller Praxis führt.
Dieses Meeting bringt Künstler:innen und Tanzschaffende zusammen, um diese Widersprüche kritisch zu reflektieren. Brauchen wir noch internationales Touring? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? In der Diskussion geht es unter anderem darum, ob internationale Sichtbarkeit für die künstlerische Entwicklung und Vermarktung nach wie vor unerlässlich ist oder ob sie ausbeuterische Strukturen zementiert. Gemeinsam mit der Choreografin Chiara Bersani, Margherita Petti (Perform Europe) und Matthew Covey (Tamizdat) werden wir mögliche Wege zu einer zugänglicheren und widerstandsfähigeren Zukunft für den internationalen künstlerischen Austausch erkunden – von neuen Tourneemodellen und stärkeren regionalen Kooperationen bis hin zu grundlegenden Veränderungen in der Art und Weise, wie wir künstlerische Mobilität bewerten und unterstützen.
In den Breakout Sessions könnt ihr euch für ein Thema mit einem unserer Gäst:innen entscheiden.
Chiara Bersani
ist eine italienische Performancekünstlerin und Choreografin, deren Werk die Politik des Körpers und gesellschaftliche Erzählungen hinterfragt und internationale mit Preisen ausgezeichnet wird. 2020 gründete sie mit Al.Di.Qua.Artists, eine Berufsvereinigung für Künstler:innen mit Behinderungen, und bei den Winter-Paralympics in Mailand-Cortina war sie als Performerin und Beraterin tätig. Aktuell ist sie Associate Artist am Triennale Milano Teatro bis 2027.
Margherita Petti
ist Kulturmanagerin mit Schwerpunkt Projektmanagement und Marketing. In Brüssel arbeitet sie bei IETM als Membership Managerin sowie als Koordinatorin von Perform Europe. Die in Italien geborene Tänzerin und Bewegungskünstlerin engagiert sich zudem seit 2018 als Social Media Managerin für die neapolitanische Organisation Bus Theater und ist Teil der Brüsseler freien Kunstszene.
Matthew Covey
ist Künstleragent, Jurist und Aktivist, der sich weltweit für die Mobilität von Künstler:innen und faire Visa-Bedingungen einsetzt. Als Mitbegründer der NGO Tamizdat und der Kanzlei CoveyLaw in Brooklyn unterstützt er internationale Kulturschaffende rechtlich und setzt sich in Gremien wie On The Move für globale künstlerische Vernetzung ein. Auf Konferenzen von WOMEX bis SXSW hält er Vorträge zu Migration, Kunst und Recht und fördert unterrepräsentierte Stimmen.