Talk & Connect #4 - International Dance Dialogue: Holding The Line - Resistance, Resilience and cross-border Connections
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14. Oktober
14:30 – 16:00 - Online
- Internationale Gebärdensprache Untertitel
- Dauer: 90min
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Gäste: Emma Elefánti, Qudus Onikeku, Mamela Nyamza, Igor Shugaleev und Natacha Melo
Moderation: Prasanna Oommen
In englischer Lautsprache. Mit Internationaler Gebärdensprache. Untertitel in Zoom möglich.
Mit Talk & Connect #4 geht die diesjährige Reihe des internationalen tanzmeetings in ihre vorerst letzte Runde. Zum Abschluss stellen wir uns der Frage: Wie können wir entgegen aller Herausforderungen unserer Zeit künstlerisch und kuratorisch mit humanistischen Werten agieren und dabei widerständig, empathisch und resilient bleiben?
Wie gehen wir mit der Tatsache um, dass extreme politische Strömungen in weiten Teilen der Welt an Macht gewinnen? Welche Konsequenzen hat das für unsere transnationale Arbeit, unsere Netzwerke, unsere künstlerische Freiheit? In kurzen Statements teilen Tanzschaffende aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen politischen Hintergründen ihre eigenen Erfahrungen mit Repression und Einschränkungen künstlerisch freiheitlichen Handelns, von Strategien des Widerstands und davon, wie sich Resilienz, individuell wie kollektiv, langfristig aufbauen lässt. Gelebte und erfolgreiche Widerständigkeit finden hier ebenso Ausdruck wie Zukunftsvisionen für eine starke internationale Tanzszene.
Wir richten den Blick gezielt nach vorn: Wie wollen und können wir uns künftig international vernetzen, wenn sich politische Rahmenbedingungen verschärfen - Grenzen sich verhärten und internationaler Austausch nicht mehr unterstützt wird? Wie stärken wir uns gegenseitig? Auf welche hilfreichen und positiven Erfahrungen, Strategien und Verbindungen können wir bereits zurückgreifen?
Emma Elefánti
Emma Elefánti ist ungarische Dramaturgin, Kulturtheoretikerin und ehemalige Kulturmanagerin. Sie arbeitete in der Produktion und in Spielstätten des zeitgenössischen Tanzes. Darüber hinaus wirkte sie bei der Gründung der Freeszfe Society mit, die Ungarns erste international akkreditierten Bachelor- und Masterstudiengänge im Bereich Kunst anbietet. Heute studiert sie Sonderpädagogik und erforscht, wie Kunst Gemeinschaften stärken kann.
Qudus Onikeku
Der Choreograf, Künstler, Forscher und Kulturproduzent Qudus Onikeku leitet das J. Randle Centre for Yorùbá Culture and History und gründete 2014 das QDance Center in Lagos mit. Seine Arbeiten verbinden Yorùbá-Traditionen mit kinästhetischem Gedächtnis und neuen Technologien und wurden in über 60 Ländern gezeigt, u. a. beim Festival d'Avignon, im Centre Pompidou und bei der Venedig-Biennale.
Mamela Nyamza
Mamela Nyamza, Tänzerin, Choreografin und Aktivistin aus Kapstadt, gewann 2026 den Silbernen Löwen in der Kategorie Tanz der Venedig-Biennale und gehört zu den fünf Nominierten für den SEDA Award 2026. Nach ihrer Ausbildung im klassischen Tanz setzte sie sich mit Politiken des Körpers auseinander. In ihrer Arbeit „Hatched" dekonstruierte sie gängige Standards des klassischen Tanzes. Mit ihrer Organisation Mamelas Artistic Movement NPC bietet sie anderen marginalisierten Künstler:innen einen Zufluchtsort.
Igor Shugaleev
In Belarus geboren, lebt Igor Shugaleev heute in Warschau als Mitglied des Ensembles des Nowy Teatr. Seit 2019 entwickelt er interdisziplinäre Soloarbeiten zwischen Tanz, Physical Theatre und Aktivismus mit Fokus auf queere Identität, Migration und den Körper als politische Ausdrucksform. Seine Arbeit „The Body You Are Calling Is Currently Not Available“ wurde auf der internationalen tanzmesse nrw und beim SPRING Festival gezeigt. „CLAP&SLAP" gehört 2026 zu den Aerowaves Top 20 und war u. a. bei der Tanztriennale zu sehen.
Natacha Melo
Natacha Melo ist Künstlerin, Kuratorin und Kulturmanagerin aus Uruguay. Sie war Teil großer Kooperationsprojekte wie dem South American Dance Network, der Ibero-American Dance Platform und dem National Dance Plan of Uruguay. Als Kuratorin wirkte sie u. a. bei Linha de Fuga (Portugal), Mentor-Protegé de Rolex (Schweiz) und Southern Exposure (USA) mit und war 2022 und 2024 für die internationale tanzmesse nrw als assoziierte Kuratorin tätig.